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EMI/Virgin Schallplatten
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Mit "The Dead Of Night" eröffnen sie ihren Songreigen -- und werden damit vielleicht all diejenigen verschrecken, die bei Depeche Mode immer noch an die 80er-Jahre denken. Rotzig, lasziv und ungestüm schmettern sie diese apokalyptische Ballade ins Publikum, und dieses dankt es mit frenetischem Applaus. Sicher -- wer um den Fankult von Depeche Mode in Europa weiß, der weiß auch, dass die Herren Gahan, Gore und Fletcher sich nicht allzu sehr anstrengen müssten, um ohrenbetäubenden Applaus zu bekommen. Doch man merkt, dass Depeche Mode nach all den Widrigkeiten der letzten Jahre wieder reichlich Energie gesammelt hat und diese mit viel Spaß auf der Bühne versprüht. Abgesehen vielleicht von Andrew Fletcher, denn der steht noch immer lieber hinter dem Keyboard und drückt Tasten. Möglich, dass er deshalb so selten im Bild zu sehen ist.
Die optischen Highlights des Konzertes sind zweifellos die Songs, bei denen Projektionen von Anton Corbijn (Starfotograf, langjähriger "Design-Chef" der Band und Regisseur von One Night In Paris) zu sehen sind. So hypnotisiert "Waiting For The Night" durch ein Wassertropfenspiel noch mehr als ohnehin, "It's No Good" wird durch einen charmant-schlichten Videoclip bereichert und auch "In Your Room", "It Doesn't Matter Two" und "Black Celebration" bekommen visuelle Unterstützung.
Nach 20 Songs verabschiedet sich die Band deutlich erschöpft und ebenso deutlich zufrieden von der Bühne, und als Zuschauer vorm heimischen TV bekommt man irgendwie ein Gefühl dafür, dass ein Livekonzert von Depeche Mode etwas wirklich Besonderes ist. --Ulf Behlen
Mit One Night In Paris haben Depeche Mode ein echtes "Rundum-glücklich-Paket" geschnürt und wecken die Hoffnung, dass sie sich in Zukunft noch mehr in diesem Medium austoben werden -- Material gibt es schließlich genügend! --Ulf Behlen
