Chili Szabo 2008-11-03
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Nach einem Monat Dauerrotation der wirklich geilen "Death Magnetic" wird's mal wieder Zeit für DAS Metallica-Götteralbum schlechthin:
MASTER OF PUPPETS!!!!
Werte Freunde der Stromgitarrenmusik, auch nach 22 Jahren gibt es keine andere Scheibe, die mich immer noch so fesseln kann wie diese Großtat. Die MOP ist die perfekte Metal-Scheibe und somit der Maßstab für jedes Album davor und danach. Eine "Reign in blood" ist sicher deutlich brutaler, eine "Back in black" hat sich häufiger verkauft, die "Number of the beast" oder "Kill em all" sind historisch wohl wichtiger, die "Operation Mindcrime" komplexer, die "Ride the lightning" einfacher zu konsumieren, aber die MOP ist einfach das beste aus allen Welten. Hart, brutal, komplex und doch ungemein eingängig. Die Songs sind ohne Ausnahme großartig und jeder für sich ein Klassiker! Hier gibts keine schwache Sekunde, keine Füller. Ein Album wie ein Tornado. Wenn er über dich weggezogen ist, bist du Metallica-Fan.
Einzelkritik:
A-Seite (für alle Alt-Fans...):
1. Battery: Schon das legendäre Akkustik-Intro treibt mich zum Wahnsinn, dann die hyperfett produzierten Gitarren (ich weiß, heute macht man das noch viel brutaler...) und ab geht die Luzie. Einer der besten Thrasher aller Zeiten. 11 von 10
2. Master of puppets: Vielleicht der beste Metal-Song aller Zeiten. Mucke UND Text perfekt. Abwechslungsreich, brutal und ein göttlicher Refrain. Wer diesen Killer nur einmal live erlebt hat, weiß was ich meine... Alle singen:
Come crawling faster - Obey your master - Your life burns faster - Obey your master - Master
12 von 10
3. The Thing That Should Not Be: YES! Zündet nicht unbedingt beim ersten Hören, ist aber die Mutter aller tonnenschweren Metallica-Hymnen. Zähflüssig, kochend heiß und alles niederwalzend wie Lava. Was ein Riff.
11 von 10
4. Welcome Home (Sanitarium): Die typische Metallica-Halbballade. Nicht, daß Fade to black oder One schlecht wären, aber das hier ist einfach die beste (ich kann vor lauter Kopfschütteln und Gröhlen kaum tippen...) Einfach göttlich und zig mal besser als Nothing else matters.
Es beginnt ruhig, irgendwie bedrückend (selten haben Musik und Text besser zusammen gepaßt...), dann ein vollkommen geniales Break, eine Tempoverschärfung, die im absoluten Finale Furioso gipfelt. Einfach ein perfekter, einzigartiger Metalsong, der von niemandem niemals wieder getoppt werden kann. Will man einem Außerirdischen Heavy Metal erklären, reichen diese 6.27 Minuten.
12 von 10
Ohne Witz, ich hatte damals Tränen in den Augen als ich diese vollkommen epochale A-Seite das erste Mal durch hatte... 1986 war ich aber auch erst 16 und deutlich fanatischer (hysterischer?) als heute... :o))
B-Seite:
5. Disposable Heroes: DER Brutalo-Killer. Treibend, komplex und zeitweise ultraschnell. Wer sich Thrasher nennt, wird hier vollkommen ausrasten. Selbst Slayer haben in ihren besten Tagen keinen ähnlich intensiven 8 Minüter auf die Reihe bekommen...
11 von 10
6. Leper Messiah: Rhythmisch vertrackter, aber möderisch treibender Headbanger, der sich ab dem Solopart zum genialen Semi-Thrasher steigert. Nicht der eingängiste, aber am meisten unterschätze Track der MOP.
10 von 10
7. Orion: Instrumental. Alleine schon wegen Cliff Burton eine Pflichtnummer. Ok, Ktulu ist noch ein bißchen besser...
10 von 10
8. Damage Inc.: Letzte Kräfte mobilisieren für das Grande Finale. Und was für eines... Thrash pur. Das Break bzw. Riff vor dem wahnsinnigen Solo ist ähnlich geil, wie das von Raining blood. Mehr braucht man wohl nicht sagen... Besser geht es nicht mehr!
11 von 10
Im Schnitt ne glatte 11...;o))
Die besten Tracks, die besten Soli, Hetfield in nie wieder erreichter Form, ein göttlicher Cliff Burton, für die damalige Zeit ein ultrafetter Sound und selbst Ulrich trommelt alles in Grund und Boden. Es war damals schon klar, daß dieses Album nicht mehr getoppt werden kann. (Burton hin, Burton her...) Und dieses Niveau wurde auch bis heute nicht mehr erreicht. Basta, Ende, Fertig!
11 von 10