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Interscope (Universal)
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Für alle anderen ist Tragic Kingdom die Eintrittskarte in die Welt des Girlie-Rock, gitarrenorientiert, schweißtreibend, melodisch und mit der nötigen Portion Glamour. Für den zeigt sich natürlich Sängerin Gwen Stefani verantwortlich, von so manchem bereits als Nachfolgerin Madonnas gefeiert, oder zumindest als neue Debbie Harry. Zu recht: In Sachen Stimme und Aussehen muß sich die Kalifornierin vor den beiden Ikonen garantiert nicht verstecken.
Sie ist der Mittelpunkt aller Songs. Ihren Mitmusikern bleibt die undankbare Aufgabe der perfekten, aber unspektakulären Rythm Section. Und das fällt allemal angenehm auf -- und ist letztendlich das Erfolgsrezept der Band.
Die Songs? Im Opener "Spiderwebs" gibt's feinsten Skateboard-Ska-Pop. "Just a girl" ist die Girlie-Hymne für alle, denen die Spice Girls ohnehin immer zu doof waren und wird -- zumindest was den Erfolg angeht -- noch übertroffen von Song No.10: "Don't speak" war auf fast allen Kontinenten ein Riesenhit und handelt von der zerbrochenen Liebesbeziehung zwischen Frontfrau Gwen und dem Bassisten Tony -- seinerzeit nicht nur ein Millionenseller, sondern auch Lieblingsthema der Boulevard-Musikpresse.
Tragic Kingdom -- ein lohnenswerter Longplayer für Einsteiger. Für alle, die mehr "into Ska" sind, empfiehlt sich die Beacon Street Collection, ein Re-Issue mit älteren, teils sogar punk-lastigen Songs des Quintetts. --Richard Goerlich
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