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Harvest (EMI)
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Deep Purple aber trieben die Idee konsequent weiter und füllten die zweite LP-Seite zum guten Teil mit ihrem ersten symphonischen Versuch "April". Beim Anfang 1970 veröffentlichten Folgealbum schwang wiederum der klassizistisch ausgebildete Keyboarder Jon Lord das Zepter: Das von Lord komponierte "Concerto For Group And Orchestra", mit Anleihen bei Filmmusiken wie modernen Klassikern à la Rachmaninoff, wurde nicht nur in der altehrwürdigen Londoner Royal Albert Hall aufgezeichnet, Deep Purple engagierten zudem einen der renommiertesten klassischen Klangkörper der Welt: Das Royal Philharmonic Orchestra unter Dirigent Malcolm Arnold. Der meist fliegende, manchmal abrupte Wechsel zwischen verspielter bis üppig schwellender Orchestration und vehement rockender Band hat seine Reize, zumal insbesondere Ritchie Blackmore mit inspiriertem Saitenspiel brilliert; nahezu perfekt gelingt die Symbiose im dramatisch inszenierten "Third Movement". "Concerto ..." ist auch noch aus heutiger Sicht ein spannender Seitensprung, den auf der CD zwei Rock-Stücke des damaligen Live-Repertoires aufwerten: "Wring That Neck" und "Child In Time". Fans der Purple-Rocker, die den Ausflug mit gemischten Gefühlen sahen, wurden prompt und voll entschädigt, als Blackmore das Sagen hatte mit dem Klassiker "Deep Purple In Rock".--Claus Böhm
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