Nocturne 2008-06-27
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Wem Wächter der Nacht gefallen hat, für den ist Wächter des Tages ein klares Muss. Zum Glück kann gesagt werden, dass die Fortsetzung dem ersten Teil in nichts nach steht. Auch hier findet man drei in sich abgeschlossene Geschichten, die man problemlos als einzelne Episoden lesen kann, die jedoch erst im Zusammenhang die eigentliche Story entfalten.
Die erste Geschichte handelt von der Hexe Alissa die zu Regeneration ihrer verlorenen Kräfte in ein Ferienlager geschickt wird um sich dort an den Alpträumen der Kinder zu laben. Dort verliebt sie sich in den Pfleger Igor, doch eben diese Liebe wird ihr letztendlich zum Verhängnis.
Die zweite Geschichte erzählt das Schicksal Witalis, eines Anderen, der sich plötzlich in Moskau wieder findet, mit einer Tasche voller Dollarscheine und offensichtlich von großer Bedeutung für die Tag- und die Nachtwache. An sein bisheriges Leben kann er sich nicht erinnern und so versucht er sich den Geschehnissen um ihn herum anzupassen und selbst heraus zu finden, wer er ist und was mit ihm passiert.
In der dritten Geschichte begleitet der Leser den Dunklen Magier Edgar und den Lichten Anton, den man schon aus Wächter der Nacht kennt, nach Prag wo vor der Inquisition eine Verhandlung statt findet, an der beide Teil nehmen sollen. In dieser Verhandlung verknüpfen sich alle drei Geschichten und münden in einem spannenden Finale.
Mir haben alle drei Teile des Buches sehr gut gefallen. Sie lassen sich sehr schnell und fließend lesen und bereits die ersten Seiten sind rasant und spannend beschrieben, so dass man sich direkt im Geschehen wieder findet. Auch die Dunklen, aus deren Sicht die Geschehnisse erzählt werden, wirken sympathisch und lebendig, ihr Verhalten begründet und nachvollziehbar. Schon bald fiebert man mit Alissa, Witali und Edgar mit auch wenn man nicht mit all ihren Ansichten einverstanden ist. Auch die Handlung ist phantasievoll und actionreich weiter gesponnen. Langeweile kam bei mir jedenfalls keine auf. Nur die gelegentlichen Rechtschreib- und Grammatikfehler sind etwas ärgerlich, schmälern das Lesevergnügen allerdings nur gering.
Nach Wächter des Tages ist für mich klar, dass ich auch die Folgebände lesen werde. Wem Wächter der Nacht gefallen hat, der wird hier ebenfalls nicht enttäuscht werden.