C. Schäfer 2007-09-15
1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Mit Wächter des Zwielicht geht es mit der Wächterreihe nun in die dritte Runde. Wie auch die beiden vorigen Romane, ist auch wieder dieser in drei Geschichten aufgeteilt. Die Geschichten werden nun wieder (wie in Wächter der Nacht) aus der Sicht von Anton Gorodezki erzählt.
Die erste Geschichte handelt davon, dass ein Anderer das Geheimnis der Anderen einem normalen Menschen offenbart hat und diesem auch noch das Versprechen gegeben hat, ihm einen Wunsch zu erfüllen. Dieser will nun auch ein Anderer werden, was aber als Unmöglich gilt. Die Wachen und die Inquisition bekommen nun Anonyme Briefe, welche auf den Fall Aufmerksam machen. Die Nachtwache schickt natürlich Anton auf den Fall, während die Tagwache den Vampir Kostja (Antons Freund aus Wächter der Nacht). Die Inquisition schicht Edgar (der Dunkle Magier aus Wächter des Tages). Die Geschichte ist ein unterhaltsamer kleiner Krimi. Der Schluss kommt vielleicht etwas schnell. Ansonsten hat die Geschichte keine großen schwächen, aber auch keine große Stärken. 3,5 Sterne dafür.
Die zweite Geschichte handelt davon, wie Anton mit seiner Familie Urlaub machen will. Schnell stellt sich heraus, dass eine sehr mächtige Hexe im Wald lebt. Anton muss nun nach dem Rechten schauen. Die Hexe scheint aber keine große Probleme zu bereiten, hat aber noch eine Rechnung mit der Inquisition offen und Edgar versucht mit Antons Hilfe die Hexe zu fassen. In der Geschichte erfährt man einiges über die Natur der Anderen und über die Arbeit der Inquisition. Auch die Geschichte ist gut erzählt, aber der Schluss gefiel mir nicht ganz so. Wie fast immer, wird der Schluss schnell erzählt und die Ereignisse überstürzten sich zum Teil. Deshalb nur 4 Sterne.
In der dritten Geschichte Versuchen die beiden Wachen und die Inquisition an ein mächtiges Buch ran zu kommen, mit dem man Menschen in Andere verwandeln kann und im besitzt der Hexe war. Nun geht eine Verfolgungsjagd nach dem Buch los, bei dem die drei Parteien zusammenarbeiten müssen. Dabei machen sich Anton, Edgar und Kostja auf die Suche. Wie auch schon in den anderen zwei Bücher, fügt die dritte Geschichte die anderen zwei Geschichten zu einem Gesamtbild zusammen. Auch da schafft Sergej Lukianenko einige Überraschungen aufzutischen. Trotzdem find ich, dass es innerhalb der Geschichte Höhen und Tiefen hatte. Wie in jedem Buch, denkt Anton über den Sinn der Wachen nach, ohne auf einen grünen Zweig zu kommen. Auch das Showdown fand ich etwas verwirrend. Insgesamt würde ich der Geschichte solide 3,5 Sterne geben.
Gut gefallen hat mir, dass einige Charaktere aus den anderen zwei Bücher (Edgar und Kostja) wieder auftauchen. Auch, dass man einiges über die Inquisition erfährt. Sergej Lukianenko hat auch in der Zwischenzeit sein Universum aufgebaut. Was mit weniger gut gefiel ist, dass es wenig neues gab, wie z.B. der Spiegel aus Wächter des Tages. Es gab keine neue Magie oder sonst was. Es fehlte da etwas die Überraschung für was neues. Wenn Anton über die Anderen Philosophiert, kommt es mir so vor, als wüsste Sergej Lukianenko selbst nicht so recht, was für ein Sinn die Dunklen und Lichten machen, oder was für ein Unterschied es gibt (so nimmt er den Konflikten zwischen den Wachen etwas ihren Sinn). Außerdem macht Anton das in jedem Buch.
Insgesamt fand ich Wächter des Tages besser, da in Wächter des Zwielichts nicht viel neues erzählt wurde. Es waren nur drei Unterhaltsame solide Geschichten. Ich würde dem Buch 3,5 Sterne geben, da dies nicht geht, noch großzügig 4.