Duncan Idaho 2008-02-07
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
In "Wächter der Ewigkeit" findet die wirklich großartige Wächter-Reihe ihren Abschluss. So wie die vorherigen Teile ist das Buch in drei Geschichten unterteilt, deren Handlungen jetzt auch außerhalb Russlands stattfinden. Anton, mittlerweile Großer Magier, bekommt zunächst den Auftrag einen Mordfall in Edinburgh zu klären. Danach wird er nach Usbekistan geschickt, um mehr über den Kranz der Schöpfung zu erfahren, einem bedeutenden Artefakt, das von Merlin, der einer der seltenen Null Magier war, erschaffen worden ist. Alles führt am Ende zu einem Kampf von Licht und Dunkel gegen- und miteinander. Die Ereignisse ziehen Anton nicht nur in die verschiedenen Länder, sondern auch immer tiefer in die Schichten des Zwielichts. Und genauso ziehen sie den Leser in ihren Bann. Die gesamte Wächter-Reihe macht einfach richtig Spaß. Diese Fantasy-Literatur muss sich nicht mit anderen Werken messen, weil sei ein ganz eigenständige Erzählweise und Struktur hat.
Leider bleibt der letzte Teil ein wenig hinter den vorangehenden zurück. Trotzdem gibt es von mir 5 Sterne, weil Lukianenko damit eine einzigartige Fantasy-Tetralogie geschaffen hat. "Wächter der Ewigkeit" ist absolut lesenswert. Wenn man die anderen Teile gelesen hat, ist er sowieso ein Muss, ohne die vorangehenden Bände allerdings nicht zu empfehlen. Möglicherweise ist es ja auch gar nicht der endgültige Abschluss der Geschichte über die Wächter. Ich würde mich jedenfalls gerne weiter in den Bann des Zwielichts ziehen lassen!
Und vielleicht noch dieses zum Schluss: Vergesst den Vergleich mit den Wächter-Filmen, nicht weil sie schlecht wären, sondern weil sie mit den intelligenten, vielschichtigen Romanen einfach nicht mithalten können. Und vergesst die Vergleiche mit herkömmlicher Fantasy-Literatur! Die Wächter sind Andere, ganz Andere...